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In zwei Tagen hebt sich der Vorhang für die Zirkuswelt aus Sand |
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05.07.2006 |
 Die phantastische Zirkusmanege der Sand World wächst von Tag zu Tag. Noch 2 Tage haben die Skulpteure für die Erschaffung der Zirkuswelt aus Sand Zeit, bis das 5. Deutsche Sandskulpturenfestival für Publikum am 07. Juli eröffnet wird. Das 5. Deutsche Sandskulpturenfestival Sand World gibt spannende Einblicke in die Geschichte des Zirkus von der Antike bis zur Gegenwart, zeigt das Zirkusleben vor und hinter den Kulissen und stellt berühmte Künstler internationaler Zirkusmanegen vor. Herzstück der sommerlichen Sand World-Manege ist der 12 Meter hohe Riesenclown, der als Maskottchen des Sandskulpturenfestivals in luftiger Höhe seine Späße treibt.Weiter hinten stürmt die Clownstruppe als Feuerwehr in die Manege, um mit viel Tatütata eine Frau aus einem brennenden Turm zu retten. Auf der Spitze der Elefantenpyramide ragen die ersten Elefanten schwergewichtig in die Luft und die hölzerne Zuschauertribüne in der Manege steht schon für die Premiere am 07. Juli bereit. In luftiger Höhe von 12 Metern erhält der lustige Riesenclown mit der Achterbahn auf dem Hut seine großen Augen und nebenan fährt ein Clown mit dem Riesenrad. Im Schwimmbassin ist gerade Fütterungszeit für den Orka, das Walross und den Seehund und die Löwenfamilie döst in der Sonne geduldig vor sich hin.
Das Zebra und das sandfarbene Kamel mit seinen zwei Höckern wirken schläfrig zufrieden und warten auf die Fertigstellung der rot-gefleckten Giraffe und ihrer anderen Wandergefährten. Runde, wohlgeformte Matrjoschkas versinnbildlichen den russischen Staatszirkus und auch die chinesischen Drachen und die Pagode sind bereits kunstvoll geformt – stellvertretend für den chi-nesischen Staatszirkus. Der Entfesselungskünstler Houdini liegt mit beiden Händen in Ketten, während er seine nächste spektakuläre Befreiungsaktion plant, und die Erste-Hilfe-Station für verletzte Artisten ist über-füllt. Die Dompteure Siegfried und Roy befinden sich mit ihren weißen Tigern im Zweikampf über dem Sand World-Teich mit der berühmtem Tigerdompteurin der 20er Jahre, Mabel Stark, und ihrem Lieblingstiger ‚Ras-ha’. Auch der Clown und amerikanische Präsidentschaftskandidat Dan Rice, der russische „Sonnenclown“ Oleg Popow und Jules Leotard, der erste fliegende Trapezkünstler, sind bereit für ihren Auftritt und warten gespannt auf die Vollendung der kompletten Zirkusfamilie aus Sand.
Aber bis zur Eröffnung am 07. Juli ist noch viel zu tun und die Skulpteure arbeiten noch eifrig im Sand World-Areal, um die unterhaltsame Zeitreise durch die Zirkusgeschichte zu vollenden. In den letzten Tagen des Carvings steht der Beginn der Zeitreise im Circus Maximus über das Mittelalter bis hin zum 19. Jahrhundert auf dem Stundenplan der Sandskulpteure. Schon um 500 v. Chr. vergnügten sich im alten Rom die Zu-schauer bei Schaukämpfen, Wagenrennen und Gladiatorenkämpfen. Weiter geht es durch die Welt des Mit-telalters mit Balladensängern, Gauklern, tanzenden Bären und Komödianten, die bei Hofe für Kurzweil sorg-ten. Im 19. Jahrhundert waren Wandermenagerien mit „wilden Bestien“ ferner Länder und Kontinente echte Zuschauermagneten auf den Jahrmärkten der Dörfer und Städte. "Erfinder" des klassischen Circus mit Tie-ren, Clowns und Akrobaten war der englische Militäroffizier Philip Astley, der 1768 eine militärische Reitschu-le gründete und dort neben der Kunstreiterei auch umherziehende Gaukler-Truppen präsentierte. Auch die „Circus Side Show“ wird von den Carvern in den nächsten Tagen noch zum Leben erweckt. Zishe Breitbart, der in den 30er Jahren als stärkster Mann der Welt bekannt geworden ist, wird zwischen Feuerschluckern, Schlangenmenschen, einem Fakir und der „menschlichen Kanonenkugel“ in der Sandmanege einen schwerwiegenden Beweis seines Könnens geben.
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